Philipp Burger, seines Zeichens auch Frontmann von Frei.Wild war im Rahmen seines Tourabschlusses mit seiner Soloband im beschaulichen Hallstadt bei Bamberg zu Gast. Besser gesagt im Vamos Club & Event, einer Location, die den Einheimischen auch als Disco bekannt ist, jetzt sich aber zunehmend auch Veranstaltungen mit einer anderen Musikrichtung öffnet.
Als Vorband ist der Rapper Pflegekraft Manuel aus der Oberpfalz vor Ort. Seine Songs behandeln das Thema Pflege, aber auch zu sozialkritischen Themen hat Manuel viel zu sagen. Ihm ist es wichtig, dass die Leute auch den Hintergrund seiner Songs verstehen. Und als Frei.Wild- und Onkelz- Fan war es für ihn selbstverständlich, dass er Philipp auf seiner Tour supportet.
Auch die Besucher nahmen den jungen Mann gut auf und wurden so eine halbe Stunde unterhalten. Doch jetzt war es auch endlich Zeit für die Hauptfigur des Abends. Philipp Burger, der von Anfang an die Fangemeinde fest im Griff hatte und auch lautstark umjubelt wurde. Obwohl sich das Ganze für den Sänger eher nach „Pleiten, Pech und Pannen“ anfühlte, so oft wie die Technik nicht mochte – der Stimmung tat das keinen Abbruch.
Schlag auf Schlag wurde eine Nummer nach der anderen abgefeiert. Es gibt keine Jugendsünden, Stärker als die Zeit, Liebe Macht Idioten, Sänger Zimmermann Landwirt Fischer, Grenzland, Es sind doch nur Tränen, Das Leben ist zu kurz um was nicht zu wagen, Wichser gibt es überall, Schwerelos ins Nichts oder Recordman.
Zwischendrin gab es ein Lob an Frankens Bierdichte die er an den Tag schon genoss. Oder auch mal eine Zigarettenpause beim Gitarre stimmen. Es sollte eine gewisse Leichtigkeit herrschen, eine willkommene Abwechslung zum Alltag – oder auch, dass jeder seine eigene Meinung haben soll und dass so gut ist. Vor den vier Zugaben war es auffällig ruhig. Die Zugaben gab es trotzdem, sowie eine gemeinsame Verabschiedung mit Crew und Tour Manager auf der Bühne. Ein runder Abend eben.
